Kulturelle Bildung zählt!

EDUCULT führt erstmals eine dreijährige quantitative Analyse kultureller Bildung an österreichischen Schulen durch

Immer weniger Zeit und Mittel für Kunst und Kultur an den Schulen; PISA, Bildungsstandards & Co. setzen die kulturbezogenen Fächer unter Druck, keine Nachwuchsförderung in der „Kulturnation Österreich“ – diese und ähnliche Klagen bestimmen meist die öffentliche Meinung, wenn es um das Thema Kunst, Kultur & Schule geht.

Ambitionierte Schulprojekte

Auf der anderen Seite – das zeigte auch unser Projekt „Vielfalt und Kooperation“ gibt es zahlreiche Beispiele von ambitionierten Schülertheatervorstellungen, Schulkonzerten, Schulbands, Medien- und Kunstprojekten... Während der Schulzeit, insbesondere im Sommer trifft man in der Wiener Innenstadt zahlreiche Klassen jeden Alters, die auf dem Weg in eine der dort ansässigen Kultureinrichtungen sind.

Wie sieht es denn nun tatsächlich aus mit der kulturellen Bildung an Schulen?

Um diese Frage näher zu beantworten, wird EDUCULT im Auftrag des bm:ukk erstmals im deutschsprachigen, wenn nicht gar internationalen Zusammenhang eine „Inventur“ von Kunst und Kultur an österreichischen Schulen durchführen.

Aktuell entwerfen wir ein geeignetes Forschungsdesign, das sich vor allem um folgende drei Koordinaten bewegen wird:

- Schulorganisation: Stundenverteilung in den Fächern ME, BE, WE, Freifächer, Übungen, Umgang mit Autonomie, Kunst & Kultur im ganztägigen Schulbetrieb oder der Nachmittagsbetreuung…

- Neue Lehr- und Lernkultur: interne Kooperation, Umsetzung der Vorgaben zur ganzheitlich-kreativer Erziehung, Projektunterricht…

- Zusammenarbeit: externe Kooperation, z.B. mit Kultureinrichtungen, Bildungseinrichtung, Künstlern…

Innerhalb dieser Felder werden zur Qualifikation der LehrerInnen, zu den Methoden und Inhalten, zu den Ressourcen (Zeit, Ausstattung, Personal) sowie zur Kommunikation und Dokumentation relevante Fragestellungen entworfen.

Für Herbst 2008 ist eine erste Erhebungswelle geplant, die dann 2009 und 2010 wiederholt wird.

Bereits jetzt führen wir Vorgespräche mit Stakeholdern auf Bundes- und Länderebene, um die Voraussetzungen für eine bestmögliche und praktikable Durchführung der Studie zu schaffen.

Wir freuen und über Anregungen und Fragen zu unserem Projektvorhaben! Bitte wenden Sie sich an: 

Anke Schad
Projektleiterin
anke.schad@educult.at  
Tel. 01-522-31 27 23